Debora Keller, Doktorandin

Debora Keller, Doktorandin, Isrec/EPF Lausanne

Eine Doktorarbeit in der Krebsforschung. Was muss man sich darunter vorstellen?

Im Normalfall dauert eine Doktorarbeit drei bis vier Jahre. In dieser Zeit kann man sich voll und ganz auf ein bestimmtes Problem konzentrieren. Debora Keller hat das Thema ihrer Doktorarbeit gemeinsam mit ihrem Professor, Pierre Gönczy, festgelegt: Während der Zellteilung wird die genetische Information (die DNA, in Form von Chromosomen) verdoppelt und auf die beiden Tochterzellen verteilt. Bei Krebszellen ist dieser genauestens regulierte Prozess gestört, und es entstehen oft Zellen mit zu wenig oder zu vielen Chromosomen. Gönczys Forschungsgruppe hat ein Protein namens HsSAS-6 entdeckt, das zur korrekten Zellteilung benötigt wird, und versucht nun herauszufinden, wie es funktioniert.

«Das Tolle an einer Doktorarbeit ist die Selbstständigkeit», sagt Keller. Im Studium müsse man zwar auch selbstständig arbeiten, als Doktorandin sei sie aber viel mehr für ihr eigenes Projekt zuständig. «Am Ende der Doktorarbeit weiss ich, wie man an schwierige Fragestellungen in der Krebsforschung herangeht.»